BEEing Seen

Ein Event für Fotograf:innen über den artgerechten Umgang mit Pferden.

Es gibt nichts Schöneres, als Pferde in freier Bahn zu fotografieren. Wo sie alles machen können, was sie wollen, und ihre Entscheidungen nicht hinterfragt werden.

Und doch können wir ihnen diese Kulisse in einer von Menschen bewohnten Umgebung nicht immer bieten. Die meisten Pferde, die wir fotografieren, sind Haustiere – und werden auch so behandelt. Ihre Meinung wird ignoriert. Ihre Persönlichkeit übergangen. Sie müssen funktionieren. Sich anpassen und genau das machen, was WIR wollen.

Und dann werden wir als Fotograf:innen gebucht, um diese atemberaubenden Tiere zu fotografieren. Viel zu viele Jahre haben wir sie für „perfekte“ Fotos geformt. Haben sie laufen lassen, am „Fotografenhalfter“, das so dünn und scharf ist wie ein Fallschirmseil. Haben sie an Locations gebracht, die selbst uns Angst gemacht haben. Haben sie zentimeterweise positioniert, um ihre Schönheit zu zeigen. Jedes „Nein“ wurde ignoriert und mit Pausen weitergemacht, bis WIR den gewünschten Effekt hatten.

Bedauerlicherweise war ich auch so…

Als ich angefangen habe, Pferde zu fotografieren, wusste ich gar nichts über sie.

Ich wünschte, anstatt von den besten Pferdefotografinnen der Welt zu lernen, hätte ich lieber von jemandem gelernt, der ihre Sprache kann.
Der sie studiert hat. Der mir beigebracht hätte, was für Pferde natürlich ist und was sie wirklich schön macht.

Ich hätte gerne gewusst, wann sie gestresst sind, wann sie sich bedroht fühlen. Wann sie krank aussehen oder unglücklich sind.

Ich wünschte, ich wüsste, wie ein glückliches Pferd aussieht, damit ich Bilder für PRO Pferd machen könnte – und nicht für das Publikum.

Ich wünschte, ich hätte gelernt, dass Spektakularität nur dann schön ist, wenn sie nicht erzwungen ist.

Es ist nie zu spät, neue Wege zu gehen und dabei die Welt zu verändern

BEEing Seen ist ein Event, das genau die Antwort für alle Fotograf:innen ist, die richtig starten oder ihre bestehende Arbeitsweise überdenken möchten. Mit zwei Expertinnen im Bereich Pferdewesen und Fotografie bringen wir dir ein stabiles Fundament für deine pferdegerechte Fotografie.

Magdalena Stockschläder - Tierfotografin in Portugal

Fotografin - Magdalena Stockschläder

Meine wichtigste Aufgabe beim BEEing Seen-Event ist es, dir zu zeigen, dass es Alternativen zur konventionellen Pferdefotografie gibt.
Ich möchte deine Schönheitsideale verändern und dir durch meine Erfahrungen zeigen, dass es jederzeit möglich ist, sich weiterzuentwickeln.

Ich nehme dir die Angst und begleite dich während des Events mit Beratung in technischen und kreativen Bereichen.

Equine Scientist - Steffi Spielhaupter

Steffi ist Gründerin der Lernplattform „Science for Soundness“, die artgerechtes Wissen über Pferde vermittelt.

Ihre langjährige Erfahrung sowie ihr Studium der Pferdewissenschaften (MSc) und ihre Ausbildung zur Pferdetherapeutin (ESMT) machen sie zu einer Expertin für Themen wie das Erkennen von Pferdeverhalten und dessen „Übersetzung“ für Besitzer:innen. All das basiert auf ihren „Six Pillars of Soundness“, die einen ganzheitlichen Blick auf das Individuum ermöglichen.

Ihre Aufgabe beim BEEing Seen-Event ist es, dir beizubringen, wie du die Sprache der Pferde besser erkennst und liest, welche Signale du nicht ignorieren solltest und welchen Einfluss die Umgebung auf Pferde hat – sowie viele weitere Details, auf die es zu achten gilt.

"BEEing Seen" – jeder Name hat Bedeutung

Kann man es Zufall nennen, wenn sich zwei Menschen begegnen und beide auf ihre Weise von Exmoorponys geprägt werden? Vielleicht. Wir nennen es lieber Magie.

Die Geschichte hinter „BEEing Seen“ beginnt mit einer Begegnung – und mit einer Stute namens Bee.

Bee war eine Exmoor-Pony-Stute, die ihren Weg zu Steffi fand, in einer Zeit, in der ihre Stute Sun dringend eine Gefährtin brauchte. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wurde klar: Bee hatte in ihren sieben Lebensjahren mehr erlebt als manches Pferd in einem ganzen Leben.

Menschen waren ihr gegenüber nicht zugewandt – im Gegenteil: Sie wurde in dieser Zeit siebenmal verkauft. Als „Problempony“ abgestempelt, weil sie nicht funktionierte, weil sie häufiger Nein als Ja sagte. Niemand nahm sich die Zeit, innezuhalten und zu fragen, warum sie dieses Verhalten zeigte.

In der gemeinsamen Zeit brachte Bee vieles ins Wanken. Sie stellte Fragen, die nicht mehr ignoriert werden konnten. Die Perspektive veränderte sich grundlegend: Weg von „Wie bringt man ein Pferd dazu, zu funktionieren?“ – hin zu „Was zeigt uns dieses Verhalten über den inneren Zustand? Und was braucht es, damit sich ein Pferd sicher fühlen kann?“

Was erwartet dich in diesem Workshop?

Bist du bereit, deine Pferdefotografie zu verändern?

Es liegt in unseren Händen, ob wir weiterhin mit geschlossenen Augen über das Leid der Pferde hinwegsehen und den Kund:innen nur den Wunsch nach perfekten Bildern erfüllen – oder ob wir den Mut finden, unsere Arbeitsweise zu verändern, damit die Pferde die Chance haben, sich von ihrer echten, freien und authentischen Seite zu zeigen. Wer weiß, vielleicht sind wir die erste Welle von Fotograf:innen, die Schönheitsstandards hinterfragen und sie endlich pferdegerecht gestalten.

Deine Investition und Fakten

Sei ihre Stimme!

Die Zeit, in der wir sagen könnten: „Ich habe es nicht gewusst“, ist vorbei. Jetzt ist der Moment gekommen, Verantwortung für unsere Arbeit zu übernehmen und den Pferden eine Stimme zu geben. Wir sind ein Teil der großen Veränderungswelle, die unaufhaltsam über die Pferdewelt zu ihrem Glück rollt. Sei eine:r der ersten, die diese Veränderung in die Welt bringt und neue Standards setzt, indem du Pferde so siehst, wie sie wirklich sind, und verstehst, was sie uns sagen wollen. Jetzt bist du dran!